1. FC Köln - VfL Bochum 1:2

Das Ende einer Serie

oder: Wie kommt das "Runde" ins "Eckige"

Sonntag Nachmittag, Rheinenergie-Stadion Köln. Der 1.FC Köln empfängt den UEFA Cup-Aspiranten VfL Bochum, wohl wissend, die nahezu letzte Chance zum Klassenerhalt nutzen zu müssen.

Die Mannschaftsaufstellung ist wieder einmal auf einen jungen, hungrigen Kader ausgerichtet. Einziger Wermutstropfen ist mit der Nummer 8 Stolperkönig Scherz, der überraschend für den zuletzt stark spielenden Albert Streit aufläuft.

Nach dem Anpfiff beginnt der FC zur Überraschung der Bochumer sehr druckvoll und hat bereits in der zweiten Spielminute eine Großchance durch Lukas Podolski, der den Ball leider nur mit dem Knie erwischen kann. Rein van Duijnhoven muss sich seeeeehr lang machen und lenkt das Leder über die Querlatte.

Der FC macht das Spiel, erspielt sich in der ersten Hälfte mehrere Chancen und die Bochumer können sich kaum befreien. Bis in der 30. Minute nach einer schlechten Kopfballabwehr von Alex Voigt der Ball dem Bochumer Dariusz Wosz vor die Füße rollt. Der zieht aus ca. 20 Metern ab und trifft ins rechte untere Eck.

Wer meint, die Kölner würden nun zusammenbrechen, sieht sich leider auf dem Holzweg. Weiterhin ist der FC die spielbestimmende Mannschaft. Mit einen Rückstand geht es in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff kommt der FC wieder besser ins Spiel und Lukas Podolski erzielt nach uneigennütziger Vorarbeit durch Federico in der 55. Minute den verdienten Ausgleich.
10 Minuten später erhalten die Bochumer einen höchst fragwürdigen Freistoß. Der scharf in den Kölner Strafraum hereingebrachte Ball wird vom Bochumer Fahrenhorst unbedrängt per Kopf verwandelt. Der für Fahrenhorst's Bewachung zugeteilte Scherz hatte diesen ziehen lassen.

Das wars dann wohl, erneuter Rückstand. Aber immerhin waren noch gut 25 Minuten zu spielen. Der FC erspielte sich noch einige hochkarätige Chancen, konnte aber leider das Leder nicht versenken. Ich frage mich immer noch, wie es physikalisch möglich ist, zwei Meter vor dem leeren Tor den Ball trotzdem vorbei zu semmeln.

Fazit:

- Trotz Niederlage machte es Spaß, der Mannschaft zuzusehen.
- Es war schwerer, die Tore nicht zu machen, als einzunetzen.
- Was wolle Scherz ??
- Mit dieser Einstellung kann die Mannschaft den direkten Wiederaufstieg schaffen.
- Es geht auch (besser) ohne Dirk Lottner.

Kuhni

 

Spielstatistik:

1. FC Köln: Wessels - Schröder, Dogan, Sichone, Voigt - Grujic - Kringe, Sinkala - Scherz (83. Lejan), Federico (74. Streit), Podolski

VfL Bochum: Van Duijnhoven - Colding, Kalla, Fahrenhorst, Bönig (61. Meichelbeck) - Stevic, Zdebel - Wosz (80. Tapalovic) - Freier, Madsen, Hashemian (61. Buckley)

Tore: 0:1 Wosz (30.), 1:1 Podolski (54.), 1:2 Fahrenhorst (64.)

Schiedsrichter: Dr. Wack (Biberach)
Zuschauer: 44.500

Gelbe Karten: Schröder, Voigt - Madsen, Wosz, Freier

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