1. FC Köln - SpVg Greuther Fürth 1:1 n.V. 1:3 n.E.

Und wieder frustriert nach Hause gefahren

Wie immer voll Hoffnung und Optimismus, der ja nach dem Bayern-Spiel auch
gar nicht sooo unberechtigt war, fuhr ich am Mittwochabend Richtung
Rhein-Energie-Stadion und freute mich richtig auf das Pokalspiel, war es doch das erste
Heimspiel seit Jahren.

Als ich die Aufstellung hörte und dass Wessels nicht spielte, hab ich mich das erste mal geärgert und es sollte nicht das letzte mal an diesem Abend sein. Immerhin spielte Lotte nicht (vorerst). Der FC begann gut und es schien so, als könnte man da anknüpfen, wo man letzten Samstag aufgehört hatte. Woronin war gut drauf und hatte gleich mehrere dicke Chancen, Poldi sorgte ebenfalls für Unruhe und Kringe gefiel mir auch gut. Leider musste Schröder schon nach wenigen Minuten nach einem Zusammenprall mit einer Platzwunde am Kopf raus, so dass Lotte doch noch zu seinem Einsatz kam. Als dann in der 35. Minute nach einem schönen Angriff das 1:0 durch Kringe, nach schöner Vorarbeit von Poldi, fiel, stieg mein Optimismus, dass wir eine Runde weiterkommen würden.

Allerdings war das, was dann nach der Halbzeit passierte, für mich zum wiederholten Male nicht nachvollziehbar. Ich verstehe einfach nicht, warum man sich nach ordentlichem Beginn so den Schneid abkaufen lässt, auf einmal nicht mehr läuft und kämpft, die Hosen randvoll hat und den Gegner, der ja nun wirklich nicht stark war, immer mehr ins Spiel kommen lässt. Vielleicht kann mir irgendwer das erklären. Man musste schon fast froh sein, dass nur das 1:1 in der 76. Minute fiel und nicht noch der Führungstreffer für Fürth.

In der Verlängerung dasselbe Bild: Statt sich nochmal zusammenzureißen, meldete sich jetzt auch die Müdigkeit und es ging fast nichts mehr und man musste schon fast das Elfmeterschießen herbeisehnen. Dort hätte Bade seine Erfahrung zeigen können und unsere Elf, dass sie in der Lage sind, die Nerven zu haben, aber es war nur noch erbärmlich, was dann ablief. Nicht mal alle fünf Schützen sind zum Zug gekommen, weil wir schon nach vier Elfmetern drei nicht versenken konnten. Eigentlich wurscht, wer sie versemmelt hat, hätte an diesem Abend wohl jeder sein können :-(

Das Pfeifkonzert am Ende des Spiels hat dann genauso weh getan, wie der ganze Rest vorher. Wenn wir am Sonntag so spielen wie ab der 46. Minute, machen uns die Pillen mindestens 5 Tore rein ...

Aber wie immer und weil man ja Fan ist, werde ich versuchen, wieder positiv in das Spiel am Sonntag zu gehen und zu hoffen ... auch wenn ich wahrscheinlich wieder eines Besseren belehrt werde.

Nico

 

Spielstatistik:

1. FC Köln: Bade - Dogan, Cichon, Cullmann - Schröder (18. Lottner), Springer, Voigt - Kringe, Sinkala - Podolski (81. Scherz), Voronin (64. Ebbers)

Greuther Fürth: Loboué - Weber (114. Kümmerle), Westermann, Kleine, Birk - Surmann - Hoffmann (56. Heller), Burkhardt (72. Eigler), Caillas - Ruman, Feinbier

Tore: 1:0 Kringe (23.), 1:1 Kleine (76.)

Schiedsrichter: Koop (Lüttenmark)
Zuschauer: 19.000

Gelbe Karten: Cichon, Dogan, Lottner - Birk, Ruman, Surmann

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