1. FC Köln - Bayer Leverkusen 0:0

Von Pillen und Maskottchen

Eigentlich müsste dieser Bericht schon mit vergangenem Dienstag anfangen, als die großen Leverkusener von den kleinen Hoffenheimern besiegt wurden. Alle FCler jubelten, alle lachten sie. Doch, war es wirklich so gut? Hätte dieses Pokal-Spiel nicht eine Woche später kommen können? Die Leverkusener hatten Hoffenheim unterschätzt und sicherlich daraus gelernt.

Doch wir hatten einen Joker im Ärmel. OMA - unser "kleines" Maskottchen war wieder dabei. Wie gegen Dortmund. Also kann ja garnix schief gehen *g*

Vor ausverkauftem Haus, einer gigantischen Stimmung und einer noch viel gigantischeren Choreo begann also endlich DAS Spiel der Spiele, auf das alle Fans gewartet hatten. Nachdem die Gäste in der schönsten Stadt Deutschlands mit dem Spruchband: "Willkommen auf der richtigen Seite des Lebens" begrüßt wurden, startete das Spiel jedoch genau so, wie es alle ahnten. Leverkusen war stark und kam gleich in der 1. Minute in Ballbeitz, was sie auch ausnutzen. Berbatov zog mit einer Direktaufnahme aus 14 Metern auf's Tor. Zum Glück ging jedoch das Leder rechts am Tor vorbei.

In diesem Moment wusste ich: Oma kriegt keine Dauerkarte für den FC, wir verlieren 8:0 und am Montag mach ich blau, damit ich mir nicht wieder den Spott der Kollegen antun muss.

Doch der FC hielt überraschend dagegen.Voronin nimmt den Ball traumhaft an, umspielt Lucio, zieht in Richtung Strafraum, wird allerdings in letzter Sekunde gebremst.
In der 12. Minute folgte eine Ecke für die Geißböcke: Voronin bringt den Ball in die Mitte, Scherz steigt hoch, fliegt Zentimeter am Leder vorbei.
Gleich eine Minute später zieht plötzlich Springer ab und schießt aus 18 Metern Entfernung drüber.

Zum Thema Schiedsrichter in dieser Phase: Merk ist einfach nur scheiße, wenn am Tag zuvor sein Verein K´Lautern verloren hat. Und heute hat er dies mal wieder bewiesen. Er pfiff Freistöße, die keine waren. (natürlich GEGEN den FC) und gab Einwürfe für die falsche Mannschaft, obwohl er 5 Meter daneben stand. So kassierte auch Kringe nach einem Foul die gelbe Karte. Zum Glück brachte der darauffolgende Freistoß keine Gefahr.

Fazit nach einer halben Stunde: Die 40.000 sahen bisher eine kampfbetonte Partie. Ja !! Der FC kämpfte. So, wie wir es sehen wollten. Doch Leverkusen war klar die bessere Mannschaft. Der FC verkauft sich ordentlich, hat aber Probleme im Spielaufbau. Das 0:0 ging bis hierhin somit in Ordnung.

33. Minute: Voronin ist alleine im Strafraum, steht mit dem Rücken zum Tor, dreht sich, schießt, der Ball klatscht an den Pfosten! Hört denn diese Pech-Strähne niemals auf? Vor allem Voronin hätte ich diesen Treffer so gegönnt. Er lief. Er lief viel, er lief schnell und sicherte dabei auch noch den Ball. Für mich war er neben Podolski ganz klar der Mann des Tages.

Scherz hingegen war (mal wieder) total von der Rolle und fabriziert nun drei Fehlpässe in 60 Sekunden. Das konnte nicht gut gehen. Lange ging das bestimmt nicht mehr gut. Da viel mir ein, mein Hausarzt macht gerade Urlaub. So ein Mist!

Schön war nur, dass auch die Leverkusener kein "Glück" hatten. Oder war es "KÖNNEN", als Ramelow aus 25 Metern übers Tor schoss? *g* Was es auch war. Die Südkurve fand's klasse !!

47. Minute ... und schon wieder Voronin. Da steht der alleine im Strafraum, zieht sofort ab und schon wieder fliegt der Ball am Tor vorbei. So langsam wird es wirklich spannend. Es steht immernoch 0:0. Wer hätte das vor dem Spiel gedacht. Man merkt ganz klar, dass der FC seit der Halbzeitpause besser drauf ist. Es werden mehr Zweikämpfe gewonnen, das Spiel geht hin und her und wirkt fast schon ausgeglichen. Ob das vielleicht doch wieder an OMA liegt?

Doch man soll die Leverkusener ja auch nicht unterschätzen. Nach einem richtig starken Schuss von Berbatov ins rechte Eck hat jedoch Wessels bewiesen was er kann. Ob Pech, ob Glück aber mal wieder hat einer gezeigt, dass es auch einfach nur unfähige Leute gibt. Endlich folgt mal wieder eine riesen Konterchance für die Geißböcke, doch Herr Scherz schiebt dem Gegner das Leder in die Füße ...

Wen ich aber auch nicht vergessen möchte, ist meiner Klein-Boomi's neuster Liebling Podolski. Zweimal schosser aus einer Entfernung von ca. 16 Meter - nein ... ich muss nochmal anfangen. Zweimal hämmerte er aus einer Entfernung von ca. 16 Metern das Leder über das Tor. Doch auch die Pillendreher vom Bayerwerk setzten nach. Juan zieht plötzlich aus sechs Metern ins kurze Eck ab, doch Wessels pariert super - mal wieder !!

Die einfach geilste Chance kam dann aber in der 83. Minute. Dies war die Minute, in der ich wusste, Du musst Dir morgen keinen Ersatz-Arzt holen und OMA kriegt Deine Dauerkarte geschenkt. Voronin setzt Podolski wunderbar ein (wie bereits erwähnt: meine Männer des Abends!), der hat das Ding am 16er, 40.000 springen auf, Podolski schießt, doch wieder siegt das Pech und der Ball geht knapp am Tor vorbei.

Die letzte Chance in der 85. Minute wäre eine gewesen, wenn dort nicht Herr Scherz gestanden hätte. Denn ganz alleine steht der vor dem freistehenden Tor und köpft den Ball nicht rein - nein - daneben.

Mein Resumée: Ich brauche mich am Montag nicht vor meinen Kollegen zu schämen, denn der FC hat ein klasse Spiel gezeigt und OMA darf gerne nochmal zu einem Spiel mitkommen. Der FC hat gekämpft, ist um jeden Ball gerannt, hatte eine Chance nach der anderen. Doch Leverkusen ist technisch klar die bessere Mannschaft gewesen und am Ende siegte nicht die rechte Rheinseite, auch nicht die linke Rheinseite, sondern das Pech.

Boomerchen

Spielstatistik:

1. FC Köln: Wessels - Dogan, Cichon, Cullmann - Kringe, Springer, Voigt - Scherz, Sinkala - Podolski - Voronin - (keine Auswechslung!)

Bayer Leverkusen : Butt - Juan, Lucio, Nowotny, Placente - Ramelow - Schneider
(80. Bastürk), Bierofka - Ponte (89. Balitsch) - Neuville (75. Franca), Berbatov

Tore: --

Schiedsrichter: Dr. Merk (Kaiserslautern)
Zuschauer: 40.000 (ausverkauft)

Gelbe Karten: Kringe, Springer - Neuville, Nowotny, Bastürk

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