1. FC Köln - Hamburger SV 0:1

Von Debütanten und Dilettanten

Es war mal wieder soweit: Heimspiel im Rhein-Energie-Stadion, dazu noch gegen den bis dato eher schwachen HSV. Ein Heimsieg war Pflicht, erstens, damit endlich wieder drei Punkte reinkommen und zweitens galt der HSV auch als Abstiegsbedrohter mit zu dem Kreis der Teams, die unbedingt ihre Punkte in Köln lassen sollten, damit es mit dem Klassenerhalt für den 1.FC Köln klappt.

Gleichzeitig war es auch die Chance für den jungen Lukas Podolski, sich im Profikader zu empfehlen. Hierzu kann ich nur sagen, das ich mich riesig gefreut habe, als ich beim Warmlaufen der Mannschaften sah, das Poldi wohl in der Startelf stand. Ich bereitete schon mal die entsprechende SMS für Caro vor. *;-)*

Als der Michael Trippel die Mannschaftsaufstellung verkündete, wurde Poldi natürlich aufgrund der hohen Rückennummer als letzter genannt, und der Jubel der Fans war riesig, gemessen an den momentanen Verhältnissen.

Für mich war er einer der besten auf dem Platz. Alex Voigt, Andrej Voronin und Mustafa Dogan sollte auch erwähnt werden, da sie mir ebenfalls gut gefallen haben. Dogans Abwehrverhalten, Voigts Laufbereitschaft und Defensiv-/Offensivarbeit sowie Voronins emsige Wuseleien und Schussversuche aus der "zweiten Reihe" waren voll okay.

Negativ waren definitiv die Leistungen von Dirk Lottner und Thomas Cichon. Auch am Siegtreffer der Hamburger durch Sergej Barbarez waren die beiden (un)mittelbar beteiligt. Lottners "Zweikampffurcht" und Cichons "Eskorte" durch dem Strafraum waren für mich die spielentscheidenden Fehler. Wenn man sich die Statistiken der beiden mal ansieht, kommt einem das gruseln .... *:-(*

Wie ja nun mittlerweile jeder weiß, ging das Spiel mit 0:1 verloren, die rote Laterne bleibt in Köln, und wenn ich mir so das Restprogramm ansehe, werden wir wohl auch auf dem letzten Tabellenplatz überwintern.


Fazit:

1. Lukas Podolski hat mich spielerisch und kämpferisch überzeugt. Für den ersten Einsatz im Profikader, dazu noch in so einem wichtigen Spiel, war seine Leistung beachtenswert.

2. Dirk Lottner hat sich definitiv eine Pause "verdient", tolle Freistöße reichen im Moment nicht mehr als Reputation für einen Stammplatz aus. Außerdem wurde am Samstag mehr als deutlich, das bei ihm die Luft nicht für 90+ Minuten reicht.

3. Die Pfiffe bei der Einwechslung von Jörg Heinrich waren nicht nur unnötig, sondern schaden dem FC nur, da so kein Spieler, gerade nicht einer wie Jörg Heinrich, das dringend benötigte Selbstvertrauen erlangen kann, um konstant gute Leistung zu zeigen.

4. Die Mannschaft hatte die von Trainer Marcel Koller vorgegebene Taktik größtenteils umgesetzt. Pressing kostet aber viel Kraft, und es wurde mehrmals deutlich, das dies in der momentanen konditionellen Verfassung der Mannschaft nicht über die volle Spieldauer zu realisieren ist. Außerdem hat sich die Mannschaft nach dem Führungstreffer der Hamburger nicht aufgegeben, was mich aber nicht gewundert hätte, wenn man berücksichtigt, unter welchen Druck die Mannschaft momentan steht.

Kuhni

Spielstatistik:

1. FC Köln: Wessels - Schröder, Dogan, Cichon (88. Ebbers), Voigt - Springer - Kringe, Sinkala (73. Heinrich) - Lottner - Podolski (79. Scherz), Voronin

Hamburger SV: Wächter - Jacobsen, Hoogma, Ujfalusi, Wicky - Maltritz - Beinlich - Mahdavikia (83. Benjamin), Jarolim (88. Rahn) - Barbarez, Takahara (58. Reinhardt)

Tore: 0:1 Barbarez (42.)

Schiedsrichter: Stark (Ergolding)
Zuschauer: 38.600

Gelbe Karten: Springer, Kringe - Takahara, Wicky

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