VfB Lübeck - 1. FC Köln 1:1

Mir fiere Fastelovend ...
Karnevalssonntag am Ostseestrand

Mittlerweile kann man mit Fug und Recht behaupten, daß unser Forumsbus des offiziellen FC-Forums Tradition hat, da er regelmäßig seit dem Braunschweig Spiel zu jedem Auswärtsspiel des 1. FC Köln jenseits der 100-km-Marke sein Ziel erreicht. So auch nach Lübeck, an die schöne Ostseeküste.

Da simmer dabei, dat is priiiima
Viva Colonia
wir lieben die Frauen, den FC und den Suff
und wenn wir nix ......... *Zensur*

Das Spiel war ursprünglich auf den Rosenmontag terminiert worden, 20.15 Uhr, aber DFB/DFL/DSF hatten sich erweichen lassen, an unserer Stelle die Freiburger auf den Berliner Montagabend zu verurteilen. Grund war aber nicht die Wahrung und Pflege unseres Brauchtums, sondern die minimale Möglichkeit, dass sich der FC in München für das Pokalhalbfinale hätte qualifizieren können. Was daraus wurde, verschweigen wir hier an dieser Stelle. Allerdings gab uns die Verlegung die Möglichkeit, in aller Ruhe den Sonntag für Fußball einzuplanen und ungestört vom arbeitstäglichen Verkehr die Fahrt nach Lübeck anzutreten.

Bei ziemlich regnerischem Wetter ging es bereits um 5:30 Uhr vom Waldparkplatz des Geißbockheims los. Schnell das Bier verstaut, vor dem Hauptbahnhof am Breslauer Platz die andere Hälfte der Mitreisenden eingeladen, und schon konnte man sich mit der altbewährten Besatzung Richtung Lübeck aufmachen. Bei nassem Wetter und leeren Autobahnen ging die fahrt ziemlich flott voran, sodass wir wieder Erwarten schon um 12:30 Uhr Lübeck erreichten, aus dem Bus stiegen und uns vom Parkplatz Richtung Stadion aufmachen konnten. Sogar die Sonne lachte uns trocken entgegen, nachdem es bis hinter Hamburg geregnet hatte.

Eine bunte Karawane von kostümierten kölschen Fußballjecken, Hühner, Tiger, Affen, Bären, Clowns, Eisverkäufer, Harlekins stand somit in der Gästekurve und machte im alkoholisierten Zustand ordentlich Stimmung. Wahrlich ein Kulturschock für die coolen, aber dennoch etwas überforderten Hanseaten ;-))

Trainer Friedhelm Funkel nahm drei personelle Veränderungen vor: Cichon (Rot) und Scherz (Gelb) kehrten nach abgesessenen Sperren ins Team zurück, zudem stand Kringe in der Startelf. 11.500 Zuschauer, darunter ca. 1.200 Kölner im Gästeblock sowie einige hundert Kölner auf der Haupttribüne (Hallo Caruso), sahen eine langweilige erste Halbzeit. Einzige Lichtblicke waren ein Pass nach Maß quer über die gesamte Breite des Spielfelds von Lottner auf den Fuß von Scherz, sowie zwei Chancen von Kringe und Kioyo, um den FC in Führung zu bringen.

Nach der Pause kam der FC etwas besser ins Spiel, allerdings blieb man weiter ohne zwingende Torchancen. Dafür kam anschließend der VFB Lübeck nach und nach besser ins Spiel und erzielte dennoch überraschend den Führungstreffer. Der ehemalige Freiburger Zandi, der an fast jedem der letzte 10-12 Treffer der Lübecker beteiligt war und eigentlich krankgeschrieben war (Kapsel- und Bänderverletzung) war, zog von der Strafraumgrenze ab und versenkte unten rechts.

Großer Jubel beim Lübecker Stammpublikum, davor hatte man in der sogenannten "Hölle des Nordens" so gut wie gar nichts von den Zuschauern gehört. Nun ja, aber das ist ja überall so. They only sing when they are winning *lol*.

FC-Trainer Friedhelm Funkel brachte mit Kurth, der kommende Saison den FC verlassen wird, einen zusätzlichen Stürmer. Zehn Minuten vor dem Ende des Spiels servierte Lottner, von dem man sonst kaum was gesehen hatte, maßgenau über 50 Meter hinweg eine perfekte Vorlage auf den Kopf von Sir Francis Kioyo, der sich nicht zweimal bitten ließ und wieder den Punkt für den FC rettete. Der FC war wieder hart am Rande einer Niederlage, aber erkämpfte sich wieder unter Zuhilfenahme einer klassischen Lottner-Situation den einen Punkt und ist somit im 22. Spiel in Folge ungeschlagen.

Die Rückfahrt gestaltet sich sehr zügig, die Mitreisenden waren zumeist schon dermaßen müde, daß selbst das Bier so gut wie gar nicht verbraucht wurde. Drei Tage in Folge Stimmung fast ohne Schlaf ist doch auf Dauer zuviel, sodaß man die Zeit nutze, um etwas auszuspannen und zu dösen. Und um 23.00 Uhr war auch schon wieder der Hauptbahnhof erreicht. Eine wiederum rundum gelungene Tour, die wir mit Sicherheit noch zu etlichen Zielen in dieser Saison wiederholen werden.

RemoColonia

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