SC Freiburg - 1. FC Köln 3:0

Wir sind nur zum Feiern hier ...

Donnerstag, 1. Mai 2003, 9.30 Uhr: Irgendwo im Süden von Köln startet ein blitzblankes schwedisches Auto, gefahren von einem belgischen Fahrer (Alain) und gefüllt mit zwei Kölschen (Nico und meine Wenigkeit) und einem Wuppertaler (wuppis) sowie einem Fuzzy.

In strahlendem Sonnenschein (meistens jedenfalls) legten wir mit guter Bordmusik und in bester Laune die Fahrt in Richtung Schwarzwald zurück und kamen gegen 14.30 Uhr in unserem gemütlichen Hotel in Waldkirch bei Freiburg an. Von dort aus erkundeten wir zunächst das kleine Örtchen und wie selbstverständlich landeten wir im dortigen Zoo, wo uns im Streichelgehege die gesamte Verwandtschaft unseres Maskottchens Hennes begrüßte. Nach einigen erfolglosen Versuchen, dem aufgeweckten Beo etwas kölsches Liedgut beizubringen, haben wir den ersten Tag schließlich im Biergarten und anschließend im Restaurant beendet.

Am nächsten Morgen sind wir nach Genuss des Frühstücksbuffets mit dem Zug nach Freiburg gefahren, um uns in dieser supertollen Stadt noch ausgiebig umsehen zu können. Die Sonne spielte auch wieder größtenteils mit und so gingen wir als erstes auf den Marktplatz, wo uns von einem der Händler "Waschnüsse aus dem Himalaja" feilgeboten wurden, nachdem er sich versichert hat, dass wir weder Schwaben noch Frankfurter sind (Zitat: "Warum freuen sich die Frankfurter als Einzige über sauren Regen? - Sie sammeln ihn in Fässer und verkaufen das als Äppelwoi").

Nach ein bisschen mehr Sightseeing und noch einigen netten Begegnungen mit den (allseits freundlichen) Einheimischen machten wir uns schließlich gegen 16.00 Uhr so langsam auf in Richtung Dreisamstadion.

Im nahegelegenen Biergarten trafen wir auch sofort die ersten bekannten Gesichter. Remo, Mike und Blauhemd saßen schon an den Tischen und probten kölsche Gesänge. Mir persönlich gefiel am besten: "Bayerfans, Bayerfans nehmt euch montags frei, denn da zeigt das DSF die Bundesliga zwei(hei)" (Melodie von Jingle Bells).

Wir ließen uns an einem schattigen Plätzchen in diesem Biergarten zufrieden und voller Vorfreude nieder und bekamen denn auch so nach und nach "Zuwachs" durch wuppis' Bekannten Dirk, Hope und Bozz und Jupp mit seiner Bekannten.

Im ausverkauften und sehr schönen Stadion bewunderten wir zunächst die tolle Fototapete (oder war es wirklich der Schwarzwald?), um kurz drauf auch schon unsere Jungs zu begrüßen. Die Stimmung war absolut toll und die Freiburger begrüßten ihre Gäste mit "Do sin mer dabei, datt iss prima…".

Im Gegensatz zu Montag spielten diesmal Kreuz, Nessou und Sinkala von Beginn. Pröll saß nicht mal auf der Bank, wobei niemand von uns so genau wusste, was das zu bedeuten hatte (Verletzung??).

Schon kurz nach Anpfiff wurde klar, dass die Freiburger unbedingt mit uns in die erste Liga zurück wollen, denn sie spielten schnell nach vorne und wollten den Führungstreffer, so schnell es nur ging. Der FC hielt nicht allzu viel dagegen und so stand es schon nach zehn Minuten 1:0 für die Gastgeber durch Bajramovic. Auch hiernach zeichneten sich unsere Jungs nicht gerade durch Kampfkraft oder gar Ideenreichtum aus, so dass in der 21. Minute erneut Bajramovic durch einen Kopfball das Leder ins Kölner Tor brachte.

Viel mehr gibt es aus Kölner Sicht auch nicht mehr von der ersten Halbzeit zu berichten. Allerdings gab es kaum jemand unter den Gästen, der wegen des Spielstandes wirklich schlechter Stimmung war. Es wurde gesungen und gefeiert, was das Zeug hielt.

In der zweiten Halbzeit schien sich der FC etwas mehr Mühe geben zu wollen, wobei möglicherweise auch einfach die Freiburger etwas nachließen. Angefangen hat es dafür zu regnen. In der 68. Minute fiel jedenfalls nach einem ziemlich dusseligen Fehler von (dem ansonsten bis dato guten) Bade das 3:0 durch Iashvili nach einer Vorarbeit von … Bajramovic.

Den Kölnern gelang kein Anschlusstreffer mehr und so war niemand böse, als Schiedsrichter Steinborn das Spiel beinahe auf die Sekunde genau abpfiff. Nessou hat bei mir einen recht guten Eindruck hinterlassen und ich hoffe, man sieht ihn und noch einige andere jetzt wenigstens in den letzten Spielen noch öfter.

Nach Abpfiff wurden die Aufsteiger von ihren Fans trotz der deutlichen Niederlage euphorisch gefeiert und sogar die Freiburger Mannschaft wurde von den Kölner Fans zur Gästekurve gelockt und mit Welle gefeiert, was zunächst mit äußerst ungläubigen und leicht skeptischen Blicken quittiert, dann aber gerne angenommen wurde.

Einziger Wehrmutstropfen war an diesem Spieltag, dass St. Pauli lediglich unentschieden spielte, da sie in letzter Minute noch ein Tor kassiert haben, wobei Ahlen fast zeitgleich den Ausgleich schaffte. Damit ist der Abstieg wohl nicht mehr abzuwenden, was mir persönlich schon ziemlich leid tut.

Am Samstag beendeten wir unseren Kurzurlaub mit einer Tour erst zum Kandel und dann durch den Schwarzwald und genossen die sagenhafte Aussicht.

Gegen 21 Uhr kamen wir wieder in Köln an, wobei das schwedische Auto des belgischen Fahrers nun alles andere als blitzeblank war *g*.

Es war eine tolle Tour und ich möchte mich bei allen Mitreisenden für die schönen Tage noch einmal bedanken. Burghausen, wir kommen !

Carola

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