FSV Mainz 05 - 1. FC Köln 2:2

Narrhallamarsch...!

Mal wieder eins dieser ungeliebten Montags-Auswärtsspiele ... Nach den unschönen Erfahrungen vom letzten Spiel in Mainz sowie vom Ahlenspiel vor einigen Wochen, hatten wir uns dafür entschieden, diesmal Sitzplätze einzunehmen.

Mit Sohnemann in sonic's Auto gehüpft, unterwegs noch Kuhni aufgelesen, ging es relativ zügig ab in Richtung Helau-Town. Mal sehen, wie sich die Um- und Ausbauten im Mainzer "Bruchstadion" ausgewirkt haben ...

War man schon vom saftigen Preis von 23 Euro für einen Gegentribünenplatz negativ überrascht, steigerte sich der Unmut zu Beginn des Spieles zum handfesten Ärger. Ein ganzes Batallion Ordner stellte sich in den Gang, sodass man weite Teile des Spielfeldes nur im Stehen einigermaßen erkennen konnte. Auch mehr oder weniger freundliche Aufforderungen, sich doch wenigstens auf die Stufen zu setzen, blieben genauso ergebnislos, wie das Aufsuchen des Ordnerhäuptlings. Der teuerste Stehplatz meines Lebens wird eine saftige Beschwerde beim Ausrichter nach sich ziehen.

Ordner-Willkür in Mainz

Nachdem man dann auch noch die obligatorische Rauchbombe einiger unbelehrbaren Bekloppten hinter sich hatte (macht sich immer gut unter'm Tribünendach), konnte man ein durchaus flottes Zweitligaspiel sehen. Leider hatten die Mainzer in der ersten halben Stunde klar die besseren Karten. Nach einigen unwiderstehlichen Dribblings unserer Filigrantechniker Cichon und Cullmann, die jeweils mit Ballverlust endeten, stand es dann nach 23 Minuten auch schon 0:2.

Na, dann wollen wir mal sehen, wie sich unsere bisher noch ungeschlagenen Helden aus dieser Situation zu befreien gedenken. Eins muss man der Mannschaft aber uneingeschränkt zugestehen: dieses Hängenlassen der letzten Saison gibt es zum Glück nicht mehr. So übernahm dann unsere Mannschaft zunehmend das Kommando auf dem Platz und erarbeitete sich einige gute Torchancen.

 

 

 

 

 

 

So sieht eine misslungene Choreo aus ...

Dies wurde dann auch prompt und verdient mit dem Anschlusstreffer durch Happe nach einer guten halben Stunde belohnt. Bezeichnenderweise mal wieder durch eine Standardsituation. Für Kurzweil sorgte auch das Schiedrichtergespannt mit mancher seltsamen - aber nicht einseitigen - Entscheidung. Zum Beispiel als die Kölner Spieler Handspiel im Mainzer Strafraum reklamierten.

So ging man frohen Mutes in die Halbzeitpause, guter Dinge, dass unsere Jungs hier bestimmt noch ein Pünktchen, wenn nicht sogar deren drei, ergattern würden.

Wirklich anerkennenswert, wie unsere Mannschaft in der 2. Hälfte alles versuchte, das Ergebnis noch umzubiegen. Einsatzfreudig und mit der nötigen Aggressivität drängten sie die Mainzer in die eigene Hälfte. Die logische Konsequenz war der Ausgleichstreffer durch Alexander Voigt mit einem Torschuss à la Hannover 2000.

Jetzt konnte man mitunter den Eindruck gewinnen, die Mainzer seien stehend k.o. Aber je weiter es auf das Spielende zuging, umso mehr konnte man sich mit dem Unentschieden anfreunden. Jetzt bloß keinen Konter mehr einfangen ... Und was passiert? Ein Ball kommt in den Kölner Strafraum gesegelt und rumms isser drin! Der Schiri zeigt zum Anstoßpunkt. Das darf doch nicht wahr sein, alles umsonst !? Zum Glück hatte der Linienrichter aufgepasst und wedelte heftig mit seinem Fähnchen. Nix Tor, Handspiel eines Mainzer Spielers. Uff, Schweiß abgewischt ...

Schlusspfiff, aus, 2:2. Einigermaßen zufrieden machte man sich auf den Heimweg. Weiter ungeschlagen, mal wieder einen Rückstand wettgemacht, dazu noch die Tabellenspitze erobert. Dank sonic's "blauer Karte", die einem auch das Befahren gesperrter Straßen erlaubt, ging es zügig Richtung Heimat.

Mal sehen, was die nächsten Spiele bringen. Vor allem, wenn die Tabellenkellerkinder jetzt bei uns antreten ...

Jupp

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