Karlsruher SC - 1. FC Köln 0:1

Aus der Sicht eines DSF-Guckers:

Eine neue Liga ist wie ein neues Leben ...

Nun waren sie also vorbei, jene unseligen Erstligazeiten, in denen jeder dahergelaufene Verein meinte, dem 1. FC Köln eins auf die Mütze zu donnern müssen, ohne Gefahr zu laufen, dass dies mit auch nur einem Gegentor bestraft werden könnte. Jetzt wird es wieder anders laufen, es gilt immerhin, den Rekord aus der Hinrunde 1999 zu brechen.

Der Nachteil der ganzen Sache sind die vom DSF ausgeklügelten Montagsspiele, von denen wir selbstredend gleich das erste zu spielen vorherbestimmt waren. Was macht man aber, wenn man an besagtem Montag noch ein Vorstellungsgespräch zwecks Arbeitsplatzwechsel hat und nicht in den Karlsruher Wildpark fahren kann? Richtig, man trifft sich mit Gleichgesinnten in einer netten Kölner Lokalität, sitzt dort (übermäßig) warm und trocken und schlürft sein Kölsch, wenn man nicht gerade mit dem Auto gefahren ist *:-((*

Als ich um kurz vor Acht die Pforten des Lapidariums am Eigelstein passierte, saßen dort auch schon Nico, Caro, Jupp, Ovi, Treuer, Pedro mit Anhang und lauschten mehr oder weniger gespannt den Vorberichten vom DSF. Um 20.15 Uhr startete dann auch endlich der FC in eine neue Liga und zwar gleich mit einer Fehlentscheidung. Der FC spielt munter nach vorne, ein Karlsruher pölt den Ball ins Tor-Aus und es gibt ...... Abstoß.



Diese Entscheidung schien bei unseren Jungs dann eine Haltung hervorzurufen, die sich in etwa so charakterisieren lässt: "Wenn wir für unsere Bemühungen nicht mal eine Ecke kriegen, dann greifen wir auch nicht mehr an." Irgendwie auch verständlich, denn mit der Ecke-Regelung standen die Herren in Gelb an diesem Abend ohnehin auf Kriegsfuß. Folgerichtig versuchten sich die Karlsruher im Angriffsspiel und nach einem der zahlreichen Freistöße, die die Gelbfüßler (O-Ton Pedro) in der Anfangsphase zugesprochen bekamen, durfte dann auch Bade mal zeigen, was er für einen Reflex hat. Nach einem verdeckten Schuß aus kurzer Distanz klärte er blitzschnell mit dem Fuß.

Tiefes Durchatmen im Lapidarium war die Folge, doch das war's dann aber auch schon für lange Zeit mit Strafraumszenen, was auch den DSF-Reporter vor gewisse Schwierigkeiten stellte. Weil er nun mal nicht einfach seine Klappe halten kann, referierte er ausführlich über die "Hassliebe", wie er es nannte, zwischen Lottner und Ewald Lienen. Häh? Hab ich da was verpasst? Heißt unser Trainer nicht irgendwie anders? Außerdem hielt ich es in diesem Zusammenhang auch für unangemessen, die Zwistigkeiten zwischen Overath (dem Spieler) und Trainer Weisweiler so völlig außer Betracht zu lassen. Wobei ja auch anzumerken ist, dass dies für Weisweiler nicht das erste Mal war, sondern er ja schon bei einem niederrheinischen Provinzklub mit einem seiner Balltreter... aber lassen wir das.

Ein weiteres Schmankerl bot der Tor des Kommentars dann noch mit einer Aussage über einen KSC-Kicker: "Dem blitzt die Lust aus den Augen". Die Quittung kam aus dem Munde eines Hinterbänklers im Lapidarium: "Dann soll er doch in den Puff gehen." Zur weiteren Erheiterung trug dann auch noch einer der Assistenten bei, der sich dazu hinreißen ließ, seine Fahne auf nicht mehr zweifelsfrei zu klärende Weise mutwillig zu zerstören.

Die allgemeine Erheiterung wurde noch einmal jäh unterbrochen, als Bade einen relativ harmlosen Ball durch die Hände gehen ließ. Glücklicherweise befanden sich hinter denselben noch seine Oberschenkel, von denen das Spielgerät dann abtitschte und den Weg über die Torauslinie fand. Die anschließende Ecke, die es dafür gab (warum eigentlich??), brachte wie immer nichts ein.

Überhaupt wussten vor allem die Abwehrreihen durch solide Arbeit nach hinten und dürftige Leistungen im Spielaufbau nach vorne zu glänzen. Als sich angesichts des daraus resultierenden Fehlpassfestivals schon alle mit einem Remis abgefunden hatten, zeigte Dirk Lottner, dass er ja eigentlich doch auch mal ganz gute Pässe spielen kann. Das tat er dann auch und so wurde das Spielobjekt von ihm zunächst auf den Fuß von Kioyo und von selbigem dann ins Netz der Karlsruher befördert, was sich einigermaßen positiv auf die Atmosphäre im Lapidarium auswirkte.

Der bald darauf ertönende Schlusspfiff ging dann in den "Kioyo"- und "Nie mehr 2. Liga-Gesängen" unter. Leider musste ich diesen schönen Ort kölscher Glückseligkeit dann bald verlassen, denn es wartete noch einen einstündige Heimfahrt auf mich.

Aber die ersten drei Punkte für den Wiederaufstieg sind eingefahren und im nächsten Mai fragt kein Schwein mehr danach, auf welche Art und Weise dies zuwege gebracht wurde.

Hardcore

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