1. FC Köln - SC Freiburg 1:0

Ein Sechs-Punkte-Spiel mit Kaffe und Kuchen

Endlich war es soweit ... der Spieltag gegen Freiburg war da. Ich hatte im Vorfeld schon auf ein 3:2 getippt. Ganz so optimistisch war mein Gefühl dann doch nicht. Den ganzen Tag hielt ich mich in Gesprächen auf der Arbeit dran, zu erwähnen, dass ich mit einem Punkt schon ganz zufrieden wäre.

Vier Uh ... Feierabend ... schnell nach Hause Auto holen und ab auf die Autobahn. Überraschender Weise war in Fahrtrichtung Stadion auf dem Militärring so früh schon massig los, aber das Stadion war ja auch ausverkauft. Ich bekam einen schönen Parkplatz direkt am Stadion und machte mich auf Richtung Marathontor, wo ich auch von einem Kumpel aus Aachen schon erwartet wurde, denn heute durfte ich in den Innenraum des Stadions und mein Kumpel bekam die Dauerkarte.

Ich war den ganzen Tag schon gespannt darauf, wie es sich wohl von "da unten" anguckt und vor allem wie man die Emotionen und die Gesänge von der Südtribüne dort mitbekommt. Bald darauf erschien auch schon sonic, der die Rollikarte für den Innenraum besitzt und dessen Begleitperson ich heute sein durfte. Wir machten uns zuerst einmal auf den Weg zum KL-Treffpunkt.

Da wir aber so früh waren und montags ja alle noch arbeiten müssen, war noch niemand da und wir machten uns zuerst mal auf die Suche nach Remo, dem ich noch zwei Kölsche-Liebe-Schals geben sollte. Nachdem wir wieder zurück am Treffpunkt waren, erschienen dann auch nach und nach die Kölschen Lieben. Wir mussten noch auf Jupp warten, der die Digicam dabei hatte, womit ich heute aus dem Innenraum Fotos machen wollte.

Dann machten wir uns zurück auf den Weg in den Innenraum. Es war höchste Zeit und ich wurde schon immer gespannter. Der Gang durch das Marathontor war mir zwar schon bekannt, aber noch nie bei einem Fussballspiel. Es war sehr beeindruckend und mir stockte der Atem, je näher wir dem Spielfeld kamen. Wir wurden von den anderen auch gleich nett begrüsst und nahmen Platz.

Bei den Rollifahrern gab es heute Kaffee und Kuchen. Frau Siems vom FC und die anderen kümmern sich wirklich sehr um die Rollifahrer. Ich muss wirklich sagen, dass das eine sehr nette Truppe ist. Ich kam hier und da gleich ins Gespräch, aber erst einmal musste ich mir natürlich alles ansehen. Dann tanzten die Cheerleader des FC direkt vor unserer Nase. Aus mir unerklärlichen Gründen konnte ich leider keine Bilder davon machen. Die Mannschaft lief wenig später in das Stadion ein. So nah hatte ich die ganze Truppe noch nie gesehen. Man sitzt da unten wirklich wie auf unserem Dorfsportplatz.

Begrüssung, Münze werfen, Seitenwahl, Anstoss ... Beide Mannschaften begannen ziemlich forsch, aber sehr wirr. Das Spiel plätscherte eigentlich die ganze erste Halbzeit vor sich hin und brachte den Ball kaum aus dem Mittelfeld heraus. Die einzige Tormöglichkeit der ersten Halbzeit brachte dann auch gleich den Führungstreffer hervor. Nur wer hatte da geschossen? Na wer wohl ... Matthias Scherz buchsierte nach einer schönen Flanke von Cullmann per Kopfball bereits in der 16. Minute in die Maschen.

Die Emotionen, die in diesem Augenblick von der Südtribüne her auf das Spielfeld schallten waren atemberaubend und es zum Gänsehaut kriegen. Wie ein Ameisenhaufen sah das Gehüpfe der Fans aus, die auf der Tribüne ihren Torschützen feierten.

In der Halbzeit stand Hennes dann gleich hinter mir. So konnte ich ihn mir auch einmal aus der Nähe ansehen, denn Bauer Schäfer kam zum Kaffeetrinken. Schnell noch ein Foto machen und schon waren die 15 Minuten Pause auch wieder vorbei.

In der zweiten Halbzeit sollte es dann richtig losgehen. Leider erst einmal auf der Gegenseite. Kobiashvili trat einen Freistoss in der 50. Minute gegen den Pfosten. Puh! Nochmal Glück gehabt. Dann gings aber rund auf dem Feld und beide Mannschaften kämpften was das Zeug hielt. Freiburg drängte auf den Ausgleich und wurde Stück für Stück offensiver. Der FC hielt sich etwas zurück, deckte den Strafraum ab und lauerte auf Konter.

In der 55. Minute konnte Bajramovic einen Ball noch so gerade abwehren, denn Kurth tauchte plötzlich alleine vor dem gegnerischen Tor auf. In der 69. Minute konnte Kobiashvili im Gegenzug dann einen Ball von Happe noch so grade von der Linie kratzen. 3 Minuten später war es wieder Kobiashvili, der auf das Tor des FC schoss, aber Kringe noch auf der Linie klären konnte. Beide Mannschaften schenkten sich absolut nichts mehr und kämpften ums Überleben. In der 77. Minute parierte Torwart Golz dann noch einen Schuss von Lottner.

Der FC hat mit einem 1:0 und ein bisschen Glück drei sehr wichtige Punkte für den Aufstieg geholt und hat nunmehr bereits 7 Punkte Vorsprung auf einen Nicht-Abstiegs Platz. Somit dürften wir wohl auf einem Aufstiegsplatz überwintern, vielleicht sogar weiter als einzige ungeschlagene Mannschaft der Profiligen in dieser Saison.

Alex Voigt sah im Spiel die 5. gelbe Karte und darf somit gegen Fürth pausieren. Dafür wird wohl Sinkala wieder ins Team rücken, der heute den gesperrten Cichon mit einem sehr starken Spiel vertreten hat.

Alles in allem war es ein sehr schöner Tag heute und ich habe mich sehr gefreut, dass ich das Spiel einmal ganz nah am Spielfeldrand erleben durfte. Allein die Torraumszenen konnte man von dort aus nicht so gut sehen, aber das konnte das gute Bild nicht trüben. Vielen Dank hier noch einmal an Sonic, der mich an diesem Tag mitgenommen hat.

Der heutige Tag mit dem Sieg gegen eine starke Freiburger Mannschaft war sehr wichtig für die Mannschaft und deren Selbstvertrauen. Ich hoffe dass die Mannschaft sich weiter so zerreissen wird und nicht irgendwann überschnappt. Die Karnevalszeit haben wir schließlich noch vor uns ...

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